Kulinarisch unterwegs – eine köstliche Reise um die Welt

Auf Reisen entdecken wir ferne Länder, ihre Kultur und Bräuche. Dazu gehören auch traditionelle Gerichte, deren Aromen stolz aus den Kochtöpfen der Welt steigen. Wir nehmen Sie mit auf eine kulinarische Reise rund um die Welt.

Kulinarisch unterwegs – eine köstliche Reise um die Welt

Zypern

Wer nach Zypern in die Ferien reist, sollte keine Diät machen! In Zypern gibt es garantiert einige Kilos mehr auf Bauch und Hüften: Hier isst man wie die Götter im Olymp. Wegen seiner Lage zwischen Orient und Okzident vereinigen sich in der zypriotischen Küche griechische, türkische und arabische Einflüsse zu raffinierten Speisen. Direkt in den Kulinarikhimmel führen «Meze»: ein Mix aus vielen verschiedenen verführerischen Vorspeisen, die ein zypriotisches Abendessen eröffnen. Tipp: Die besten Meze gibt es in einfachen Lokalen abseits der grossen Zentren. Einfach hingehen und bestellen, es lohnt sich! Als Abschluss eines Essens darf der süsse Dessertwein Commandaria aus getrockneten Trauben nicht fehlen. Dieser verspricht mit 15% Alkohol selige Stunden. www.visitcyprus.com

Foto: Shutterstock

Italien

In Italien geht die Liebe durch den Magen. Die italienische Küche ist auf der ganzen Welt beliebt. Der besondere Reichtum der italienischen Speisekarte ist bestimmt durch die Vielzahl regionaler Spezialitäten und Abwandlungen. So schmeckt beispielsweise die Pizza im Norden anders als im Süden und nochmals unterschiedlich auf den italienischen Mittelmeerinseln. Was gleich bleibt, ist die lange und heissgeliebte Kochtradition, die stetig verfeinert, perfektioniert und vom mediterranen Land in fast alle Ecken und Enden der Welt getragen wird. Es ist nicht schwer die italienische Küche zu lieben mit ihrem Primi Piatti, dem ersten Gang, der normalerweise aus Teigwaren besteht, dem Secondi Piatti mit Fleisch oder Fisch und dem Dessert für einen süssen Abschluss. Ein Schluck Zitronenlikör (Limoncello) der unter anderem entlang der Amalfiküste und auf Sizilien produziert wird, passt immer und unterstützt die Verdauung. www.italia.it

Foto: Bologna Welcome

Malta

Die Küche auf der Insel Malta ist dank der Lage im Mittelmeer, der Nähe zu Nordafrika und der britischen Kolonialzeit ein Potpourri aus mediterranen, orientalischen und englischen Einflüssen – eine gelungene multikulturelle Kulinarik-Kombination geprägt durch den Fischfang und den Weinanbau. Die Einheimischen treffen sich gern und trinken ein Glas Wein, essen dazu Oliven, heimischer Schafskäse (Gbejniet), maltesische Wurst mit Koriander (Zalzett), Bigilla (Weissbohnenpaste) mit maltesischen Crackern (Galletti), Brot und Olivenöl zum Tunken. Die warmen Speisen enthalten viel frisches Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Zwiebeln und Auberginen. Unbedingt gekostet werden sollte der Eintopf «Stuffat Tal-Fenek». Er gilt als das Nationalgericht Maltas. Über Stunden wird Kaninchenfleisch langsam in einer Sauce aus Tomaten, Rotwein und Knoblauch gekocht. Dazu etwas Gemüse oder Pasta – und fertig ist dieses leckere Gericht. www.visitmalta.com

Foto: Visit Malta

Polen

Suppen, wie die typische Gurkensuppe „Zupa ogórkowa“, die „Barszcz“ aus rote Beete oder die säuerlich-würzige „Zurek“-Suppe aus vergorenem Roggenschrott und anderen Zutaten wie Eiern und Wurst, gehören ebenso zur polnischen Küche wie wärmende Schmoreintöpfe mit Sauerkraut und Weisskohl mit vielerlei Fleisch, Wurst, Pilzen, Gemüse und Lorbeer („Bigos“). Die polnische Küche ähnelt deren der östlichen Nachbarländer, weist aber auch Einflüsse aus Mitteleuropa und Skandinavien sowie regionale Unterschiede auf. www.polen.travel/de-at

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Finnland

Das Heimatland des Weihnachtsmannes steht für viel unberührte Natur, zahllose Seen und endlose Wälder. Aber auch für lange Winter und kalte Tage, welche die Finnen mit regelmässigen Saunagängen überbrücken – und entsprechende Speisen kochen. Denn bei den tiefen Temperaturen im Winter, muss auch für ordentliche Kalorienzufuhr gesorgt werden. Dafür ist die typische Erbsensuppe genau das Richtige! Traditionellerweise wird diese Speise immer am Donnerstag serviert und zwar mit gebackenem Pfannkuchen als Dessert. Hört sich deftig an? Ist es auch! Doch schmeckt die aus Erbsen, Zwiebeln und Senf bestehende Suppe vorzüglich. Wer etwas variieren will, reichert die Suppe mit Karotten oder etwas Hackfleisch an. Übrigens: dass die Suppe am Donnerstag auf den Tisch kommt, ist mit der Einführung des Christentums in Finnland verknüpft. Mit vollem Magen liess sich der Fastentag am Freitag besser überstehen. www.visitfinland.fi

Pfannkuchen in Finnland

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Türkei

Die türkischen Speisen nehmen ihren Ursprung in der nomadischen Kochtradition und haben sich mit verschiedensten Küchen, wie der indischen, kurdischen, arabischen und persischen vermischt und weisen auch Parallelen mit Geschmäckern aus der Mittelmeer-Region und des Kaukasus auf. Besonders beliebt bei Einheimischen wie Touristen ist der Meze-Teller. Dies sind Appetithäppchen, die je nach Anzahl vor oder als Hauptspeise kalt oder warm gegessen werden. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt: Hummus, Augerginen-Mousse, gefüllte Teigblätter, Oliven, mit Schafskäse, gefüllte Paprika oder Tomaten, Couscous-Salat mit Pitta-Brot und vieles mehr. www.tuerkeitourismus.ch

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Philippinen

Die Philippinen punkten nicht nur mit 7’641 Inseln, weissen Sandstränden und unberührter Natur, sondern auch mit einer asiatischen Kochtradition mit europäischer Geschmacksnote. Dies aufgrund der Einflüsse der Spanier während der jahrhundertelangen Kolonialzeit. Das philippinische Nationalgericht heisst „Adobo“, wird mit Reis serviert, und besteht aus Schweine- oder Rindfleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse mit Kokosessig, Knoblauch, Pfeffer und Sojasosse verfeinert. Ein besonderes Highlight des Inselstaates ist zudem die grosse Auswahl an bunten, sonnengreiften tropischen Früchten, die auf jedem Markt oder am Strassenrand gekauft werden können und je nach Saison und Region variieren. Mangos sind auf jeder Reise ein Muss! www.morefunphilippines.de

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Sri Lanka

Bei einer Sri Lanka Reise ist der Tisch immer bunt gedeckt – leckere würzige Curries mit Meeresfrüchten, Cashew-Nüssen oder Gemüse, Linsen, roter Naturreis und frisch gepresstem Saft aus Mango, Papaya oder Maracuja. Beim Thali, dem essentiellen Sri Lanka Essen, werden zu Reis gleich mehrere Curries serviert, was dank der Vielfalt der Gewürze aus Safran, Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili, Pfeffer und vielem mehr eine besondere Sinnesreise ist. Wer Essen und seine vielfältigen Aromen liebt, der verliebt sich ganz bestimmt in das zauberhafte Sri Lanka. www.srilanka.travel

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Oman

Im Sultanat Oman gehört Gastfreundschaft und gemeinsames Essen zu einer der wichtigsten Traditionen des Landes. Typisch ist auch das Teilen. An Festtagen sitzen Familien und Freunde auf Kissen am Boden und jeder bedient sich am nach Safran duftenden Biryani-Reis und langsam gegartem Lamm genannt „Shuwa“. Gerne werden Besucher zu Qahwa, was der arabische Name für Kaffee ist, eingeladen. Dazu serviert werden frische und gedörrte Datteln, Aprikosen und Feigen sowie Nüsse und das für arabische Länder typische und extrem zuckerhaltige Süssgebäck, wovon „Halwa“ aus Mandeln, karamellisiertem Zucker, Rosenwasser, Safran und Kardamon das bekannteste ist.  www.experienceoman.om

Foto: Oman Tourism

Tunesien

Aus den tunesischen Kochtöpfen steigen raffinierte Düfte unterschiedlichster Gewürze, wie Kurkuma, Pfeffer, Harissa und frischer Minze. Gern gegessen wird frischer Fisch oder Lammfleisch, dazu serviert wird mit Gemüse garnierter Couscous. Ein besonderes Highlight in Tunesien ist der Wein aus heimischem Anbau, der im nordafrikanischen Land eine lange Tradition hat und bereits bei den Römern sehr beliebt war. Heute werden exzellente Rebsorten angebaut. Etwa 40 Kilometer südlich von Tunis wird unter Anderem der AOC Grand Cru Mornag produziert, ein kräftiger Rotwein, der zu Fleisch und Wildgerichten passt. www.discovertunisia.com

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Chile

Im längsten südamerikanischen Land ist es so eine Sache mit dem Nationalgericht. Es gibt nicht wirklich DAS nationale Gericht. Wird eines als dieses bezeichnet, entsteht sofort die Debatte, ob die Speise nicht doch eigentlich aus Peru oder Argentinien stammt. Nichtsdestotrotz kann man die beliebten gefüllten Teigtaschen, Empanadas, und den süsslichen Maisauflauf – Pastel de Choclo als zwei landesweit verwurzelte Gerichte bezeichnen, die aus Chile nicht mehr wegzudenken sind. Gefüllt mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse, sind die Empanadas überall im Land erhältlich und dienen als gute Zwischenmahlzeit. Der Pastel de Choclo besteht aus zwei herzhaften Schichten: unten im Topf wird eine Mischung aus gehacktem Fleisch, Zwiebeln, gekochtem Ei und Rosinen eingefüllt und anschliessend mit einem Brei aus frischen geriebenen Maiskörnern, was dem Gericht die Süsse verleiht, und Milch zugedeckt. Das Ganze wird dann im Ofen zubereitet. www.chile.travel/de/

Nationalgericht Chile

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