Die Bucketlist – Mallorca

Mallorca ist eines der schönsten Fleckchen Spaniens – wenn man die Massentourismus-Orte vermeidet und in der Nebensaison herkommt. Unsere Tipps für genussvolle Ferien auf der grössten Baleareninsel.

Die Bucketlist – Mallorca

Cityflair in Palma de Mallorca

Die Inselhauptstadt ist ein Schmuckstück, das genug für einen kurzen City-Trip zu bieten hat. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt verwinkelte Gassen und historische Strassenzüge, mit Blumen verzierte Innenhöfe sowie prächtige Avenidas und Plazas, auf denen Skulpturen grosser Künstler stehen. Der weltbekannte spanische Architekt Antoni Gaudí war zudem massgebend an der Innendekoration der Catedral de Mallorca La Seu beteiligt, dem Wahrzeichen der Stadt. Neben Vergangenheit gibt es auch moderne Neubauten und futuristischen Museen zu bestaunen – wie beispielsweise das Es Baluard, das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Palma. Untergebracht in einer ehemaligen Festung und mit zeitgenössischer Architektur erweitert, zeigt das Museum über 500 Kunstobjekte regionaler und internationaler Künstler. Die Dauerausstellung wird mit wechselnden Schauen ergänzt.

Catedral de Mallorca La Seu

Foto: Shutterstock

Herrschaftlich unterwegs im schönsten Gebirge Spaniens

Das landschaftliche Highlight Mallorcas ist das Tramuntana-Gebirge im Nordwesten, das Höhen bis zu knapp 1500 Metern erreicht. Die Bergkette war seit jeher Rückzugsort gekrönter Häupter, der Reichen und Schönen. Manch ein schönes Anwesen hat die Zeiten überdauert. Ein kleines Paradies ist das Herrschaftshaus von Alfabia unweit des Ortes Sóller mit seinen umgebenden Gärten. Hier kann man sich beim Plätschern der Wasserspiele, im Schatten der Alleen oder bei einem frisch gepressten Orangensaft vom «Ferien-Stress» erholen. Tipp: Ebenfalls sehenswert sind die Landgüter Son Marroig und Son Miramare des Erzherzogs Ludwig Salvator.

Mit dem Orangenexpress durchs Tramuntana-Gebirge

Im Land, wo die Orangen blühen: Noch heute ist die Region um das Städtchen Sóller berühmt für ihre Orangen und Zitronen – auch wenn die meisten Zitrusfrüchte längst in anderen Regionen Spaniens gezüchtet werden. Ein Überbleibsel des Orangen-Booms ist der Ferrocarril de Sóller, eine Schmalspurbahn aus dem Jahr 1912, mit der einst Orangen zum Hafen nach Palma transportiert wurde. Auf dem Weg von der mallorquinischen Hauptstadt bis nach Sóller durchquert der Zug einige der schönsten Landschaften der Insel. In Sóller angekommen, dem Zentrum des Tramuntana-Gebirges kann man im Jugendstil-Bahnhof Werke des Malers Jean Miró bewundern. Übrigens: Von der quirligen Stadt geht es ebenfalls mit einem historischen Tram zum Strand!

Dörfchen voller Charme

Ausserhalb der Massentourismus-Orte mit ihren Hotelbunkern haben sich reizvolle Dörfchen mit typisch südländischem Charme erhalten. Ein solches Schmuckstück ist Valldemossa im Tramuntana-Gebirge: Enge Gassen, mit Blumentöpfen übersäte Häuser und lauschige Plätze machen den Charme des Bergdorfes aus. Kein Wunder verbrachte der berühmte Komponist Frederic Chopin einst einen Winter im ehemaligen Kartäuserkloster. Das Museum in den Räumen, in denen Chopin lebte, ist sehr sehenswert. Ebenfalls besuchenswert (und weniger bekannt) ist das Dorf Fornalutx, das von alten Zitrusplantagen umgeben ist.

Das Städtchen Valldemossa im Tramuntana-Gebirge, Mallorca

Foto: Shutterstock

Auf heiligen Spuren

Versteckt im Tramuntana-Gebirge befindet sich das Kloster Lluc, der wichtigste Wallfahrtsort der Insel. Gläubige beten hier vor der schwarzen Madonna für die Erfüllung ihrer Wünsche, Kunstinteressierte bewundern die Bauten aus dem 18. Jahrhundert – bei der Ausgestaltung des Innenraums hatte übrigens auch der katalanische Stararchitekt Antonio Gaudí seine Finger im Spiel. Für alle, die der Welt für einige Zeit entsagen wollen, gibt es die Möglichkeit im Kloster zu übernachten. Zudem ist das Kloster Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Massanella, den zweithöchsten Gipfel Mallorcas (1348m) oder in die Torrent de Pareis, eine der tiefsten Schluchten Europas.

Torrente de Pareis in Mallorca

Foto: Shutterstock

Farbenfrohe Märkte

Die Seele eines Landes zeigt sich auf seinen Märkten. Der berühmteste «Mercato» Mallorcas ist der Mittwochsmarkt in Städtchen Sineu im Inselinnern. Schon seit dem Mittelalter werden hier Käse, Salamis, Schicken, Gemüse, Töpferwaren, Leder feilgeboten – da findet sich garantiert ein Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Oder wie wäre es mit einem Ferkel, einem Bibeli oder einem Esel? Zeitgleich findet Mallorcas einziger Viehmarkt statt (nichts für zarte Tierliebhaber). Ebenso farbenfroh-chaotisch ist der Wochenmarkt in Andratx, der jeweils mittwochs stattfindet.

Mallorca, die Wanderinsel

Mit seinen Gebirgen, Ebenen und dramatischen Küsten ist die 3600 Quadratkilometer grosse Insel ein Paradies für Wanderer und Outdoorfreaks. Viele markierte Wanderwege ziehen sich durchs Land. Wander-Klassiker ist der Fernwanderweg GR 221, der in 8 Tagesetappen (150 Kilometer) das Tramuntana-Gebirge durchquert – Orangenplantagen, herzige Dörfer und Fernblicke auf das Mittelmeer inklusive.

Wanderroute GR 221 auf Mallorca

Foto: Travel Magazin

Drama pur!

Während die mallorquinische Landschaft meist lieblich ist, zeigt Mallorca im Nordosten sein dramatisches Gesicht: Auf der Formentor-Halbinsel fallen die Ausläufer des Gebirges 200 Meter tief ins Meer. Eine gewundene Strasse führt auf 18 Kilometer zum Leuchtturm aus dem Jahr 1892, von wo der Blick bis hinüber nach Menorca reicht. Hier pfeift einem oft ein Wind um die Nase (Windschutz mitnehmen). Passenderweise nennen die Einheimischen den Ort «Treffpunkt der Winde».

Die Formentor-Halbinsel mit Leuchtturm.

Foto: Shutterstock

Das malerischste Restaurant Mallorcas

Das schönste (und vielleicht auch beste) Restaurant befindet sich auf der Halbinsel Sa Foradada und kann nur nach einer Wanderung vom Landgut Son Marroig oder per Boot erreicht werden – ein Fleckchen Erde, der die Hauptrolle in einer Sommer-Liebes-Schnulze spielen könnte. Spezialität des Restaurants ist Paella. Das hat sich auch bis nach Hollywood rumgesprochen. An den billigen Alutischen sassen schon Bruce Springsten, Pierce Brosnan, Tom Hanks und Michael Douglas, der mit Gattin Catherine Zeta-Jones keine zwei Kilometer Luftline entfernt eine Luxusfinca besitzt.

Travel Basics

Hinkommen: Aus der Schweiz gibt es täglich von verschiedenen Fluggesellschaften Direktverbindungen nach Palma de Mallorca.

Rumkommen: Wer die Insel erkunden will, braucht einen Mietwagen. Unser Tipp: Ein kleines Auto mieten. Die Gassen in den Dörfchen und manche Verbindungsstrasse ist eng.

Buchungen: Der Spezialist Universal Travel bietet eine grosse Palette an Mallorca Reiseideen.  universaltravel.ch

Informationen: spain.info

#Über Autor

#Das könnte Sie auch interessieren

Anmeldung Newsletter

Die neusten Reisetipps und Inspirationen per Mail in Ihre Inbox.