Marseille zeigt im Winter eine stille, eindrucksvolle Seite: sanftes Licht über rauer Küste, klare Silhouetten und eine entspannte Stimmung, die Raum für Kulinarik und Entdeckungen lässt. Das sind unsere Tipps für die kühle Jahreszeit.
Es ist, wie es ist: Liebe geht durch den Magen! Im Winter zeigt die Küche von Marseille ihren etwas deftigeren Charme: Eine authentische Bouillabaisse oder ein Coq au vin schmecken an kühlen Tagen deutlich besser als bei 35 Grad. Die Auswahl an kulinarischen Angeboten ist auf jeden Fall gross. Denn Marseille ist eng mit seiner Gastronomie verbunden; vom kleinen Tisch im Herzen einer Calanque bis zum Sternerestaurant eines Palastes, die authentischen Restaurants locken vom Alten Hafen bis zum Vallon des Auffes, über den Panier oder Saint-Victor die Gäste an die schmucken Tische. Und: Wusstest du, dass Marseille in Frankreich die höchste Dichte an Pizzawagen hat? Ein Stück Pizza am Meer in der milden Mittagssonne gehört dort einfach dazu!
Sportlich aktiv an der frischen Luft
Velofahrer finden in Marseille perfekte Bedingungen: Küstenstrassen, hügeliges Gelände und abwechslungsreiche Mountainbike-Strecken. Zahlreiche E-Bikes erleichtern die Erkundung der Stadt. Auch das Meer ruft mit Stand-up-Paddling, Kajak oder kleinen Segeltörns. Das azurblaue Wasser erfrischt Badelustige mit kühleren Temperaturen. Dafür gehören ihnen die Buchten fast allein. Wer den Nervenkitzel sucht, wagt sich an die unzähligen Kletterrouten rund um die Stadt.
Foto: Massimo Municchi
Kultur und Architektur im Fokus
Marseille bewahrt eine 2600 Jahre alte Geschichte. Im Winter entdeckt man sie ganz ohne Warteschlangen. Ein Muss ist die Notre-Dame de la Garde. Nach acht Monaten Restaurierung glänzt die «Bonne Mère», das Wahrzeichen der Stadt, wieder in voller Pracht. Doch auch eine Reise in die Vergangenheit lohnt sich: Die Cité Radieuse von Le Corbusier ist ein architektonisches Erlebnis. Und im Château d’If fühlt man sich für einen Moment wie der Graf von Monte Cristo. Im zeitgenössischen Marseille eröffnet sich eine andere Welt: Das Quartier du Panier gilt neben dem Cours Julien und La Plaine als Street Art Hotspot in Marseille: Murals (riesige Bilder an Häuserfassaden), Pochoirs (Schablonen-Graffitis), Mosaikbilder, Pappmaché-Totems und andere Werke zieren diese Stadtviertel, die sich wie Freiluftgalerien präsentieren.
Foto: Massimo Municchi
Urban und naturverbunden
Die Parks bieten Natur mitten in der Stadt: Borély mit seinen Vögeln, Longchamp mit romantischen Gärten, die Pinienlandschaften von Luminy. Familien, Jogger und Künstler begegnen sich hier auf der Suche nach Ruhe. Und dann ist da noch der Nationalpark Calanques: ein 20 Kilometer langer Küstenstreifen von wilder, fast dramatischer Schönheit. 21 enge, felsige Buchten erinnern an südliche Fjorde – entstanden über Jahrtausende und heute eingerahmt von bis zu 600 Meter hohen Kalksteinwänden, die direkt in das türkisfarbene Mittelmeer abfallen. Im Winter erlebt man die Parks ganz für sich: Wanderwege in Stille, das Rollen der Kieselsteine, Möwenrufe, der Mistral über den Wellen. Marseille ist die zweitgrösste Stadt Frankreichs – und doch ein ideales Ziel für entspannte, ruhige Winterferien.
Foto: Massimo Municchi
Quellenangaben Das Bildmaterial und die Informationen wurden uns von Atout France zur Verfügung gestellt.