Von Europas grösstem Wasserfall bis zu den «Sieben Schwestern»: Wasserfälle faszinieren mit ihrer Kraft und Schönheit. Entdecke acht Kaskaden in der Schweiz, Island, Kroatien, Norwegen, Österreich, Italien, Slowenien und Schweden.
Schweiz: Rheinfall – Europas mächtigster Wasserfall
Mit beeindruckender Wassermasse ist der Rheinfall bei Schaffhausen der grösste Wasserfall Europas. Seine Höhe von 23 Metern mag nicht überwältigen, doch die gewaltigen 400 Kubikmeter Wasser, die pro Sekunde über die Felsen donnern, sorgen für ein einmaliges Naturschauspiel. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von der Aussichtsterrasse am Schloss Laufen, wo man das Spritzwasser hautnah erleben kann. Wer noch näher ran möchte, steigt in eines der Ausflugsboote und fährt direkt ans Getöse heran.
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Island: Gullfoss – der goldene Gigant
Island ist reich an eindrucksvollen Wasserfällen, doch Gullfoss im Süden der Insel ist der bekannteste. Über zwei nahezu rechtwinklig zueinander stehende Stufen (11 und 23 Meter) ergiessen sich die Wassermassen aus dem Lángjökull-Gletscher in ein enges Tal. Fast hätte der Wasserfall in den 1920er Jahren einem Kraftwerk weichen müssen – heute ist er ein geschütztes Naturdenkmal und ein Muss für Islandreisende.
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Italien: Terme di Saturnia – Wellness seit der Antike
Die Wasserfälle bei Saturnia in der Toskana sind zwar nicht rekordverdächtig, bieten aber ein besonderes Badeerlebnis. Schon die Römer nutzten die Thermalquellen. Heute sind die Kalkbecken rund um den Wasserfall bei Gesundheitsbewussten und Geniessern gleichermassen beliebt. Besonders in den Morgenstunden, wenn der Nebel über den warmen Becken schwebt, entfaltet sich eine fast mystische Atmosphäre.
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Kroatien: Krka-Fälle – Naturbad und Naturschauspiel
Im Krka-Nationalpark warten sieben Wasserfälle mit Höhen zwischen 8 und 45 Metern. Besonders berühmt ist der «Skradinski buk», der sich über 17 Stufen in die Tiefe ergiesst. Der Fluss Krka ist nicht nur ein Naturspektakel, sondern auch ein beliebter Ort, um sich im Sommer im kühlen Wasser zu erfrischen. Rund um die Wasserfälle laden schattige Wege und Picknickplätze dazu ein, die Natur zu geniessen und die Vielfalt der Flora und Fauna zu entdecken.
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Norwegen: Die magischen Sieben Schwestern
Der Geirangerfjord, UNESCO-Welterbe, beherbergt zahlreiche Wasserfälle – die «Sieben Schwestern» sind die spektakulärsten. Sieben Kaskaden stürzen rund 300 Meter die steilen Felswände hinab, besonders imposant sind sie im Mai und Juni nach der Schneeschmelze. Bei einer Fjordrundfahrt oder Wanderung lassen sich die Wasserfälle aus nächster Nähe bewundern und bieten ein unvergessliches Fotomotiv.
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Österreich: Krimmler Wasserfälle – Naturheilung
Jährlich locken die Krimmler Wasserfälle viele Besucher in den Nationalpark Hohe Tauern. Auf drei Stufen stürzt das Wasser insgesamt 386 Meter hinab. Der feine Sprühnebel gilt als besonders wohltuend für die Atemwege. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt bis an die oberste Fallstufe und ermöglicht spektakuläre Ausblicke auf das tosende Wasser.
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Slowenien: Wasserfall Savica – Perle des Triglav-Nationalparks
Im Herzen des Triglav-Nationalparks stürzt der Wasserfall Savica in mehreren Stufen etwa 60 Meter in die Tiefe. Die Kaskade entspringt einer Karstquelle. Ein kurzer, aber steiler Wanderweg führt zur Aussichtsplattform, von der man einen spektakulären Blick auf das tosende Wasser und die umliegenden Berge geniessen kann. Der Savica-Wasserfall ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber.
Der Tännforsen im Nordwesten Schwedens ist mit einer Breite von 60 Metern und einer Fallhöhe von 38 Metern der grösste Wasserfall des Landes. Besonders beeindruckend ist, wie das Wasser des Tännforsen-Flusses über die Felsen donnert. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Im Winter gefrieren Teile des Wasserfalls zu beeindruckenden Eisskulpturen. Gut ausgeschilderte Wege führen direkt an den Wasserfall.