Natürlich kann man tagelang durch die Gassen der Medina in Marrakesch streifen. Doch es wäre schade, sich nicht aus den Stadtmauern hinauszuwagen. Draussen warten zahlreiche weitere marokkanische Abenteuer. Wir haben ein paar Ideen für Ausflüge in die nähere Umgebung.
Imlil – im Herzen des Atlasgebirges: für Naturliebhaber, Wanderer & Abenteurer
Rund 60 Kilometer südlich der Stadt zeigt sich das ländliche Marokko mit steilen Tälern, Walnusshainen und Terrassenfeldern, bewacht vom ewigen Weiss der Gipfel des Djebel Toubkal, dem mit 4167 Metern höchsten Berg Nordafrikas. Das Berberdorf Imlil auf 1740 Metern ist der ideale Ausgangspunkt, um die nähere Umgebung dieser grandiosen Anderswelt zu erkunden. Wer nicht zum Gipfel aufbrechen möchte, folgt auf Spaziergängen den alten Maultierpfaden durch Safranwiesen, trinkt Pfefferminztee bei einer Berberfamilie und versteht besser, warum Nomaden in dieser fast überirdisch schönen Landschaft sesshaft wurden. Es lohnt sich, eine Übernachtung einzuplanen, zum Beispiel in der Kasbah du Toubkal auf 1820 Metern Höhe. imlilvalley.com; kasbahdutoubkal.com
Foto: Envato
Cascades d’Ouzoud – Rauschende Kaskaden: für Familien, Ruhesuchende und Nostalgiker
Rund drei Stunden nördlich von Marrakesch, mitten im Mittleren Atlas, stürzen sich die Ouzoud-Fälle über eine 110 Meter hohe Basaltwand in eine rote Schlucht. Die imposantesten Wasserfälle Marokkos sind umgeben von Olivenhainen, in denen Berberaffen leben. Der Weg dorthin führt durch traditionelle Dörfer, vorbei an Feldern und kleinen Märkten, deren Alltag sich durch das Autofenster wie ein langsam vorbeiziehendes Diorama beobachten lässt. Unten am Becken schaukeln kleine Holzboote, und auf den Terrassen der Garküchen über dem Wasser legt sich die feine Gischt auf die Minzteegläser. Wer hier übernachtet, hat die Wasserfälle am frühen Morgen fast für sich allein. visitmorocco.com;hotelouzoud.com
Foto: Envato
Essaouira – Surferparadies mit Bohemian-Flair: für Wassersportler, Kreative und Geniesser
Knapp drei Stunden westlich liegt die weissgetünchte Hafenstadt am Atlantik mit ihren endlosen Stränden, die Jimi Hendrix in den Siebzigern zum Bleiben verführten und Orson Welles als Kulisse für seinen Othello dienten. Die Gassen der Medina sind so schmal, dass der Atlantikwind um jede Ecke pfeift und die blauen Fischerboote im Hafen unablässig schaukeln. Morgens verkaufen Fischer ihren frischen Fang direkt am Kai, umgeben von kreischenden Möwen und unzähligen Katzen, mittags brutzelt er auf den Grills der kleinen Garküchen am Meer. Surfer finden hier mit stetigem Swell ihren Sehnsuchtsort. Essaouira zieht Künstler, Surfer und Müssiggänger gleichermassen an. Abends herrscht in den vielen kleinen Bars ein lebendiges Treiben mit Live-Musik und internationalen DJs. visitmorocco.com/essaouira
Foto: Envato
Fimreif – Das Dorf Lehmdorf Ail Benhaddou: für Kulturinteressierte, Filmbegeisterte und Fotografie-Liebhaber
Der Weg über den Tizi-n-Tichka-Pass, mit gut 2200 Metern der höchste befahrbare Pass Marokkos, ist bereits ein Erlebnis. Mit jeder Kurve verändert sich die Szenerie, Fels und Himmel wechseln ihre Farben und die Stadt bleibt weit zurück. Aït Benhaddou, rund 30 Kilometer nordwestlich von Ouarzazate, ist eines der eindrucksvollsten befestigten Berberdörfer aus Stampflehm am Fuss des Hohen Atlas. Seit 1987 UNESCO-Welterbe, diente es unter anderem als Drehort für Filme wie Gladiator, Lawrence von Arabien und Game of Thrones. Die Lehmtürme und Zinnen erheben sich über einem ausgetrockneten Flussbett wie eine Erscheinung aus einer anderen Zeit. Wer den steilen Aufstieg wagt, blickt über eine Landschaft, die sich seit den Tagen der Karawanen kaum verändert hat. visitaitbenhaddou.com
Foto: Envato
Zagora und die Wüste: für Romantiker und Sternegucker
Wer sich mindestens zwei Tage Zeit nimmt und bereit ist, die langen Passstrassen über den Hohen Atlas auf sich zu nehmen, erreicht hinter Ouarzazate und den Lehmruinen des Dades-Tals die ersten Sanddünen der Sahara. Zagora, bekannt als Tor zur Wüste, empfängt mit einer eindrücklichen Stille. In einem der Wüstencamps schläft man in traditionellen Zelten auf dicken Teppichen, während der Wind den Sand leise gegen die Zeltwände treibt. Wer es komfortabler mag, entscheidet sich für luxuriöses Glamping. So oder so, es gibt nichts Schöneres, als auf dem Kamel dem Sonnenuntergang entgegen zu schaukeln. Und wenn der letzte Schimmer des Abends verglüht, spannt sich ein Sternenhimmel über die Dünen, so dicht und nah, dass er fast greifbar scheint. zagoradesert.com;zagoraluxurydesertcamp.com
Foto: Envato
In schwindelnde Höhen – Heissluftballonfahrt: für Earlybirds und Weitblicker
Noch vor Sonnenaufgang beginnt das Abenteuer am Rand von Marrakesch, meist in der kargen Landschaft der Palmeraie oder in den weiten Ebenen nordöstlich der Stadt. Während sich die Ballone langsam mit heisser Luft füllen und aufrichten, färbt sich der Himmel bereits in zarte Gold- und Rosétöne. Die Fahrt dauert rund eine Stunde und führt lautlos über trockene Flussbetten, kleine Berbersiedlungen und Palmenhaine. In der klaren Morgenluft reicht der Blick bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Atlasgebirges. Nach der sanften Landung folgt ein traditionelles Frühstück im Freien mit Brot, Honig und Minztee und ein kleiner Ritt mit dem Kamel. marrakech-ballooning.com
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