Ein Tag in Bari
In der Hauptstadt Apuliens, Bari, lässt es sich gut verweilen: ein Bummel durch die Altstadt, nach etwas Kultur geht es ab an den Strand und abends wird geschlemmt. So ein Tag geht rasch vorbei.
In der Hauptstadt Apuliens, Bari, lässt es sich gut verweilen: ein Bummel durch die Altstadt, nach etwas Kultur geht es ab an den Strand und abends wird geschlemmt. So ein Tag geht rasch vorbei.
Bari, die pulsierende Hauptstadt der Region Apulien, ist ein Reiseziel, das oft unterschätzt wird. Doch die charmante Hafenstadt an der italienischen Adria ist voller Leben und strotzt nur so vor süditalienischer Lebensfreude. Besonders die Altstadt von Bari, ein Labyrinth aus weissen Gassen, historischen Gebäuden und versteckten Plätzen, zieht Besucher in ihren Bann. In diesem Artikel nehmen wir dich mit auf einen perfekten Tag voller unvergesslicher Highlights und zeigen dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die du bei deinem Ferien-Aufenthalt nicht verpassen darfst. Von der berühmten Pasta-Spezialität Orecchiette bis zur imposanten Basilica San Nicola – dieser Inhalt ist dein Guide für das authentische Bari.
Guten Morgen Bari! Wir starten den Tag im Gran Caffè Imbriani, in der Neustadt. Hier fühlt man sich gleich wie ein Einheimischer, die Barista an der Theke sind unglaublich nett, der Kaffee ist top und erst die Patisserie… das Problem ist eigentlich nur, was man sich Süsses aus der Vitrine gönnen soll.

Foto: Barbara Halter
Hach, sind die Menschen in dieser Stadt alle gut angezogen! Chic geht es auch in der Einkaufsstrasse Via Sparano zu und her. Hier sind Louis Vuitton, Prada und Gucci zu Hause. Wir spazieren die Fussgängerzone hoch bis zum Corso Vittorio Emanuele. Die mit Palmen gesäumte Strasse verströmt eine gewisse Grandezza und ist die Trennlinie zwischen Neu- und Altstadt von Bari. Wir betreten Baris Altstadt, auch Bari Vecchia genannt, durch eine Art Tor. Durch die alten Gassen zwängt sich ab und zu ein Motorrad, sonst gibt es keinen Verkehr.
Trubel herrscht vor der Panificio Santa Rita. Junge Menschen stehen Schlange und warten, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Die Focaccia der Bäckerei ist der Hype auf Social Media. Wir finden trotzdem “no grazie” und geniessen lieber die verwinkelten Ecken und Plätze. Am Rande der Altstadt gibt es auch noch eine imposante Festung mit Museum zu besichtigen, das Castello Svevo, ein beeindruckendes Schloss aus der Normannenzeit.

Foto: Barbara Halter
Der Hunger meldet sich. Wir schauen in der Salumeria Nino vorbei, einem italienischen Lebensmittelladen wie aus dem Film. Der ganze Raum ist vollgestellt mit Köstlichkeiten, in der Vitrine locken Käse, Fleisch und Antipasti. Auf Wunsch werden Sandwiches belegt – auch Focaccia gibt es. Am Schluss bezahlt man seinen Einkauf bei der Nonna, die beim Ausgang an der Kasse sitzt. Wir sind mit einem Picknick eingedeckt und bereit für den Strand!
Vom Zentrum geht es ungefähr dreissig Minuten zu Fuss, entlang der malerischen Promenade Lungomare di Bari, bis zum Strand Pane e Pomodoro. Ein Name, den man garantiert nie mehr vergisst! Wir vertrödeln den Nachmittag an der Sonne und mit Baden im türkisfarbenen Meer der Adria.

Foto: Barbara Halter
Wir sind zurück in der Stadt – Zeit für einen Aperitivo! Zum Beispiel in der Bar The ciclatera under the sea. Mit Blick aufs Meer und den alten Hafen, wo oft Fähren nach Dubrovnik oder Korfu und grosse Kreuzfahrtschiffe anlegen, geniessen wir Apérol und Negroni und bestellen ein paar Häppchen dazu.
Die Restaurants an der verkehrsfreien Via Roberto da Bari, unweit der Universität, sind abends bei den “Barinesi” ein beliebter Treffpunkt. Wir entscheiden uns für die Pizzeria Murattiana – “die beste Pizza der Welt”, wie der Kellner sagt – und freuen uns über den krossen, dünnen Teig. Um die Ecke gibt es auch ein empfehlenswertes koreanisches Restaurant, das U’Kor r – falls es mal was anderes als italienisches Essen sein soll.

Foto: Barbara Halter
Verdauungsspaziergang nötig? Dann unbedingt nochmals eine Runde in der Altstadt von Bari machen: Bei Dunkelheit wirken die weissen, alten Gassen nochmals ganz anders und auf den beleuchteten Plätzen wie der Piazza Mercantile oder der Piazza del Ferrarese fühlt man sich wie in einer Filmkulisse. Hier spürt man die pure italienische Lebensfreude.
Bari, die stolze Hauptstadt der Provinz und Region Apulien, ist ein Juwel im Süden Italiens, das mit seiner authentischen Mischung aus historischem Flair, modernem Leben und einer reichen Kultur begeistert. Die Altstadt von Bari ist zweifellos eine der schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes und ein Labyrinth voller Entdeckungen. Von der imposanten Basilica San Nicola, die dem Heiligen Nikolaus gewidmet ist, über die Kathedrale San Sabino bis hin zum mächtigen Castello Svevo – die Highlights sind zahllos. Bari ist die perfekte Basis, um den Südosten Italiens zu erkunden, aber auch ein Reiseziel, das es verdient, in Ruhe genossen zu werden.
Anreise: Von Mailand fährt der Frecciarossa in ca. sieben Stunden direkt nach Bari. Es gibt in Bari auch einen Flughafen, Direktflüge gibt es zum Beispiel ab Zürich von März bis Oktober mit mit Edelweiss.
Unterwegs: Am einfachsten entdeckt man Apulien mit dem Auto, zum Beispiel einem Mietwagen ab Bari. In Bari beginnt aber auch das recht ausgedehnte Bahnnetz der Ferrovie del Sud-Est, mit einer Linie ins Valle d’Itria.
Lesetipp: Apulien mit Gargano und Salento von Peter Amann, erschienen 2024 bei Reise Know-How.
Informationen: italia.it
Das Besondere an Bari ist die authentische Atmosphäre. Es ist eine echte, lebendige Hafenstadt und nicht nur ein Touristenort. Die Mischung aus tief verwurzelter Kultur, dem pulsierenden Alltagsleben der Einheimischen und der Lage direkt an der Küste der Adria verleiht der Stadt ihren einzigartigen Charakter.
Die Altstadt von Bari heisst „Bari Vecchia“.
Zu den absoluten Highlights gehören die Altstadt von Bari, die Basilica San Nicola (die dem Heiligen Nikolaus gewidmet ist), die Kathedrale San Sabino, das Castello Svevo und die lebhafte Hafenpromenade. Ein Spaziergang durch die Strada delle Orecchiette ist ebenfalls ein Muss.
Ja, Baris Altstadt (Bari Vecchia) ist aussergewöhnlich schön und eine der Hauptattraktionen. Sie ist ein Labyrinth aus verwinkelten Gassen, weissen Häusern und historischen Plätzen, das zum Flanieren einlädt.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bari selbst reichen 1 bis 2 Tage. Wenn du die Stadt aber als Basis nutzen möchtest, um die Region Apulien zu erkunden, kannst du problemlos 4 bis 5 Tage oder länger bleiben.
Unbedingt probieren musst du die lokale Pasta-Spezialität Orecchiette. In der berühmten Strada delle Orecchiette (auch Strada Arco Basso genannt) kann man den Frauen zusehen, wie sie die Pasta von Hand herstellen. Ausserdem sind Focaccia Barese und frische Meeresfrüchte absolute Highlights.
Ja, man kann in Bari im Meer schwimmen. Der Stadtstrand „Pane e Pomodoro“ ist vom Zentrum aus zu Fuss erreichbar und bietet eine gute Möglichkeit für eine Abkühlung in der Adria.
Ja, Bari ist eine wunderschöne Stadt! Besonders die Altstadt von Bari mit ihren engen Gassen, den historischen Gebäuden und dem lebhaften Hafen hat einen einzigartigen Charme. Die Mischung aus altem Flair und modernem Stadtleben macht Bari zu einem sehr attraktiven Reiseziel.