5 clevere Hacks für entspannte Wanderungen

Ein Wespenstich auf der Alp, scheuernde Schuhe oder ein überraschender Regenguss – kleine Pannen können jede Wanderung verderben. Diese fünf unscheinbaren Alltagshelfer passen in jeden Rucksack und sind unterwegs Gold wert.

1 . Der Backpulver-Brei gegen Wespenstiche

Lästige Insekten gehören zum Sommer wie das Panorama auf dem Gipfel. Wird man doch einmal von einer Wespe oder Biene erwischt, ist schnelles Handeln gefragt. Wer kein spezielles Gel zur Hand hat, greift einfach zum Backpulver aus dem Proviantbeutel. Die Chemie dahinter ist simpel, aber effektiv: Das Gift von Wespen ist von Natur aus leicht sauer. Backpulver (Natriumhydrogencarbonat) hingegen ist stark basisch. Mischt man ein wenig Pulver mit ein paar Tropfen Wasser oder Speichel zu einem dicken Brei und streicht diesen direkt auf den frischen Stich, neutralisiert die basische Paste das saure Gift unter der Haut. Der brennende Schmerz lässt sofort nach, das Gewebe schwillt kaum an und der lästige Juckreiz am Folgetag wird massiv eingedämmt.

2. Der Seifen-Trick gegen Blasen an den Füssen

Jeder Wanderer kennt es: Die neuen Schuhe drücken oder die Socken reiben bei langen Abstiegen an den Fersen. Bevor sich schmerzhafte Blasen bilden, hilft ein Griff zum klassischen, trockenen Stück Seife (z. B. aus dem Hotelbadezimmer). Reibe die Innenseite der Socken oder die kritischen Stellen im Schuhwerk vor dem Abmarsch grosszügig mit der trockenen Seife ein. Dadurch entsteht ein unsichtbarer, gleitender Schutzfilm auf den Fasern. Die Reibung zwischen Haut und Material wird reduziert, sodass die gefürchtete Scherstimmung gar nicht erst entsteht. Sollte der Schuh unterwegs bereits anfangen zu scheuern, kann die Haut auch direkt trocken eingeseift werden.

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3. Der Teebeutel-Trick gegen müffelnde Wanderschuhe

Nach einer langen Sommertour riechen Wanderschuhe oft weniger nach frischer Bergluft als nach Schweiss und feuchten Socken. Wer kein spezielles Schuhdeo im Rucksack hat, kann auf einen einfachen Haushaltshelfer zurückgreifen: trockene Teebeutel. Sie entziehen den Schuhen Feuchtigkeit und die enthaltenen Gerbstoffe (speziell in Schwarz- oder Grüntee) hemmen geruchsbildende Bakterien. Einfach über Nacht je einen oder zwei Teebeutel in die Schuhe legen. Besonders Pfefferminz- oder Früchtetees hinterlassen einen angenehm frischen Duft und können helfen, unangenehme Gerüche zu reduzieren.

Insidertipps beim Wandern

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4. Der Zippbeutel-Trick für nasse Schuhe

Ein Gewitter, eine tiefe Pfütze oder eine Bachquerung – manchmal sind Wanderschuhe schneller durchnässt, als einem lieb ist. Besonders unangenehm wird es, wenn keine Möglichkeit besteht, die Schuhe zu trocknen. Ein einfacher Zippbeutel kann dann als improvisierter Nässeschutz dienen. Dafür zieht man zuerst trockene Ersatzsocken an und stülpt anschliessend zwei stabile Gefrierbeutel über die Füsse. Danach schlüpft man wieder in die nassen Schuhe. Die Plastikhülle verhindert, dass die Feuchtigkeit aus dem Schuh direkt an die Socken und Füsse gelangt. Die Füsse bleiben dadurch zumindest vorübergehend trocken und warm, auch wenn die Schuhe selbst noch nass sind. Der Trick ist vor allem als Notlösung gedacht – beispielsweise auf einer Mehrtagestour, wenn keine trockenen Schuhe verfügbar sind. Für lange Strecken ist die Lösung wegen der fehlenden Atmungsaktivität weniger angenehm.

5. Sicherheitsnadeln als Mini-Reparaturset

Ein gerissener Rucksackriemen, eine aufgeplatzte Jackentasche oder ein kaputter Schnürsenkel – kleine Materialschäden können eine Wanderung schnell unangenehm machen. Wer nicht wegen jeder Kleinigkeit die Tour abbrechen möchte, packt ein paar stabile Sicherheitsnadeln ein. Die kleinen Helfer wiegen praktisch nichts und brauchen kaum Platz. Mit ihnen lassen sich unterwegs provisorische Reparaturen durchführen: Ein Riemen kann fixiert, ein Loch in der Kleidung geschlossen oder ein gerissener Ausrüstungsgegenstand vorübergehend zusammengehalten werden. Zusammen mit einem Stück Reparaturband und etwas Schnur ersetzen Sicherheitsnadeln ein kleines Reparaturset. Natürlich halten sie keinen stark beschädigten Rucksack dauerhaft zusammen. Doch gerade auf mehrtägigen Wanderungen können sie den entscheidenden Unterschied machen und eine Tour retten, bis eine richtige Reparatur möglich ist.

Wandertipps

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