Südkorea zwischen Königspalästen, K-Pop und Hightech
Futuristische Städte, prächtige Paläste, eindrucksvolle Berglandschaften und eine faszinierende Esskultur machen Südkorea zu einem der spannendsten Reiseziele Asiens. 15 Orte und Erlebnisse, die man gesehen haben muss.
Asien hat Europa in vielen Bereichen wie Innovation, Technologie und Zukunftsvisionen längst überholt. Da ist auch Südkorea keine Ausnahme. Vor allem die Hauptstadt Seoul gilt als Wirtschaftsmotor und kreative Ideenschmiede. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann hier sogar sein Haustier klonen lassen.
Zwar ist die Skyline nicht ganz so spektakulär wie jene von Hongkong oder Shanghai, architektonisch hat Seoul jedoch einiges zu bieten. Allem voran das Designcenter «Dongdaemun Design Plaza», das wie ein Raumschiff über den quirligen Strassen schwebt. Entworfen wurde der Mix aus Museum, Design Workshop und Einkaufszentrum von der renommierten Architektin Zaha Hadid. Der Lotte World Tower zählt mit 555 Metern zu den höchsten Gebäuden der Welt. Mehr Infos zu Seoul
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Traditionelle Märkte
Trotz Seouls gigantischen Shoppingmalls ist die Liebe der Einwohner für traditionelle Märkte ungebrochen. Der Grösste ist der «Namdaemun Market». Etwa 400’000 Besucher shoppen hier täglich in über 10’000 Geschäften, die alles anbieten, was man fürs koreanische Leben braucht. Bei nur 10’000 ausländischen Besuchern pro Tag, ist ein authentisches Erlebnis garantiert.
Tipp: Der Markt ist einer der besten Spots, um «Hotteok» zu probieren – süsse, frisch gebackene Teigfladen mit Füllung.
Zeitreise im Hanok-Dorf Bukchon
Im modernen Seoul liegt die Vergangenheit oft nur ein paar Schritte entfernt. Wie beispielsweise der Vintage-Stadtteil «Bukchon Hanok Village» mit seinen einstöckigen Holzhäusern. Viele der «Hanoks» sind in Privatbesitz, einige wurden zu Unterkünften umgebaut, in denen man auf traditionelle Weise übernachten kann. Ein Erlebnis!
Tipp: Im Gasthaus Rakkojae werden Workshops in koreanischem Brauchtum, wie eine Teezermonie oder eine koreanische Wein- und Spirituosenverkostung angeboten. rkj.co.kr
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Palast der glänzenden Tugend
Das historische Herz der koreanischen Identität bilden die fünf Königspaläste in der Hauptstadt Seoul. Von hier aus wurde bis ins Jahr 1910 das Land regiert. Die schönste und geschichtsträchtigste Anlage ist der Changdeokgung-Palast (Palast der glänzenden Tugend) aus dem Jahr 1412, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Besonders sehenswert ist nebst den Privatzimmern der «Geheime Garten», der nach den Prinzipien der konfuzianischen Philosophie gestaltet wurde. Beim berühmten Buyongji-Teich wird die Vorstellung von Harmonie und Ausgewogenheit sichtbar: Der quadratische Teich symbolisiert die Erde, die runde Insel in seiner Mitte den Himmel. Gemeinsam stehen sie für die Balance des Universums. Mehr Infos zum Palast der glänzenden Tugend
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Das schönste Dorf Südkoreas
Als schönstes Dörfchen Südkoreas gilt das «Hahoe Folk Village» im Zentrum der Halbinsel. Im Mittelalter wurde die Ansiedlung nach konfuzianischen Grundsätzen erbaut und hat sich seitdem kaum verändert. Besonders an Wochenenden überfluten die Koreaner das Paar-Hundert-Seelen-Dorf auf der Suche nach Geschichte.
Tipp: Unweit von Hahoe befindet sich die Pungsan Papiermanufaktur, in der traditionelles «Hanji»-Papier aus der Rinde von Maulbeerbäumen hergestellt wird. Ein schönes Souvenir!
Die legendären Taucherinnen von Jeju
Die Insel südlich des Festlandes ist Südkoreas Antwort auf die Südsee. Jejus Bilderbuchstrände sind die schönsten des ganzen Landes. Berühmt für die Insel sind die Haenyeo-Frauen – Taucherinnen, die ohne Sauerstoff Muscheln und andere Meeresfrüchte aus dem Meer holen. Noch vor wenigen Jahrzehnten gingen etwa 30’000 Frauen dem gefährlichen Job nach, heute ist die Tradition bedroht. In Küstenorten der Insel können Besucher den Taucherinnen teilweise noch bei der Arbeit zusehen und ihre frischen Fangprodukte direkt in den Restaurants probieren.
Busan zwischen Hafen, Strand und Nachtleben
Busan im Südosten des Landes ist Südkoreas bedeutendste Hafenstadt. Der riesige Containerhafen prägt das Stadtbild, doch Busan hat weit mehr zu bieten als Logistik und Industrie. Dazu zählen das lebendige Nachtleben und der riesige Fischmarkt. Im Stadtteil Haeundae liegt der berühmteste Strand Südkoreas. Der breite Sandstrand wird oft als Südkoreas Antwort auf die Copacabana bezeichnet. Hier befindet sich auch ein Sea Life, das besonders Kinder fasziniert.
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Haeinsa-Tempel, Buddhistisches Erbe in den Bergen
Wer durch Südkorea reist, wird sehr viele buddhistische Tempel besichtigen. Ein Muss ist der UNESCO geehrte Haeinsa-Tempel, der völlig abgeschieden in den Bergen liegt. Der heilige Bau wurde im 9. Jahrhundert gegründet. Sein grösster Schatz ist die Tripitaka Koreana, eine vollständige Sammlung buddhistischer Schriften auf 81’258 hölzernen Druckplatten.
Tipp: Der Tempel bietet auch Retreats für Ruhesuchende an. Allerdings muss man sich dabei an den Tagesablauf der Mönche halten, der um drei Uhr nachts beginnt – eine eindrückliche Erfahrung. Mehr Infos zum Hapcheon Haeinsa Tempel
Gangnam, das Zentrum von Luxus und K-Pop
Der Seouler Popstar PSY machte Gangam dank seinem Popsong aus dem Jahr 2012 weltbekannt. Der Stadtbezirk im Süden Seouls zählt zu den wohlhabendsten und modernsten Gegenden des Landes. Ein Highlight ist der Bongeunsa-Tempel, ein historischer buddhistischer Tempel aus dem 8. Jahrhundert. Ebenso sehenswert sind Garosu-gil, eine von Bäumen gesäumte Strasse mit Designer-Boutiquen, Galerien und Cafés, sowie die K-Star Road, die der koreanischen Popkultur gewidmet ist und von bunten Bärenstatuen der K-Pop-Bands gesäumt wird.
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Wunder–Heilmittel Ginseng
Kaum eine Pflanze ist in Südkorea so beliebt wie Ginseng. Der Wurzel werden zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben. Sie wird traditionell unter anderem zur Stärkung des Immunsystems und zur Förderung des Wohlbefindens verwendet. Zentrum des Ginseng-Anbaus ist die Stadt Geumsan. Hier werden unzählige Produkte verkauft – von Pulver und Tee bis zu Ginseng-Schnaps.
Tipp: Eine Spezialität mit Heilkraft ist Samgyetang, eine Ginseng-Poulet-Suppe. Unbedingt probieren!
Kimchi gehört zu jeder Mahlzeit
Das Nationalgericht der Koreaner ist Kimchi. Hierfür wird meist Chinakohl fermentiert und mit einer würzigen Mischung aus Chili, Knoblauch und weiteren Zutaten verfeinert. Das Ergebnis ist eine säuerlich-scharfe Beilage, die praktisch zu jeder Mahlzeit serviert wird – selbst zum Frühstück. Vor allem in ländlichen Regionen wird Kimchi noch heute gemeinschaftlich hergestellt. Das traditionelle Kimjang, die gemeinsame Produktion grosser Mengen Kimchi für die Wintermonate, gehört sogar zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.
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Wanderparadies Südkorea
Breitensport Nummer eins in Korea ist das Wandern. Grosse Teile des Landes sind mit Gebirgen durchzogen, die bis knapp 2000 Meter reichen. Die über 40 National- und Naturparks sind mit guten Wanderwegen durchzogen, in denen sich auch die Koreaner von Stadtleben erholen. Als schönstes Schutzgebiet gilt der «Seoraksan Nationalpark» in der Provinz Gangwon-do. Ebenfalls beliebt ist der Bukhansan-Nationalpark vor den Toren Seouls, dessen Wanderwege bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
Tipp: Das Seoul Hiking Tourism Center unterstützt internationale Besucher mit Informationen zu den schönsten Wanderungen der Region. Zudem können Wanderbekleidung und Ausrüstung ausgeliehen werden. Mehr Infos Seoul Hiking Tourism Center
Taekwondo – der Nationalsport Koreas
Was in der Schweiz das Schwingen, ist in Südkorea Taekwondo. Die Wurzeln des Taekwondo reichen weit in die koreanische Geschichte zurück, seine heutige Form entstand im 20. Jahrhundert. Taekwondo gilt heute als beliebtester Kampfsport der Welt. Übersetzt heisst Taekwondo etwa «Die Lehre von Fuss und Faust», wobei hauptsächlich mit Fusstritten gekämpft wird. Seit dem Jahr 2000 ist Taekwondo olympisch.
Tipp: Das Kukkiwon in Seoul gilt als offizielles Weltzentrum des Taekwondo. Besucher finden dort eine historische Ausstellung mit Uniformen, Medaillen, Pokalen und Dokumenten zur Geschichte des Sports. Kukkiwon Taekwondo Center
Travel Basics
Hinkommen Bereits seit 50 Jahren verbindet Korean Air Zürich mit Seoul. Grund genug für die Airline, im Jubiläumsjahr seit dem 2. Juni 2026 ihre Boeing 787-10 Dreamliner einzusetzen. Bis zum 24. Oktober 2026 wird Seoul dreimal pro Woche jeweils dienstags, donnerstags und samstags nonstop angeflogen. Im Dreamliner finden insgesamt 325 Flugpassagiere Platz, die Prestige Class verfügt über 36 Sitze. Auch die Economy Class mit Sitzen in einer 3-3-3-Konfiguration wurde für mehr Komfort aufgewertet. www.koreanair.com
Reinkommen Für Schweizer Staatsangehörige ist für touristische Aufenthalte in der Regel kein Visum erforderlich. Vor der Reise sollten jedoch die aktuellen Einreisebestimmungen überprüft werden.
Rumkommen Südkorea verfügt über ein ausgezeichnetes Verkehrsnetz. Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen und Busse ermöglichen komfortables Reisen im ganzen Land.
Reisezeit Die angenehmsten Monate für eine Reise sind April bis Juni sowie September bis November. Im Frühling locken die berühmten Kirschblüten, im Herbst leuchten die Wälder in kräftigen Rot- und Goldtönen. Der Sommer kann sehr heiss und feucht werden, während die Winter in vielen Regionen kalt und schneereich sind.
Kulinarik Kimchi, Bibimbap, Bulgogi, Samgyetang und koreanisches Barbecue gehören zu den bekanntesten Gerichten des Landes.
Kommunikationsexpertin mit 25 Jahren Erfahrung im Tourismus und Mitgründerin von TravelMagazin – liebt Offroad-Abenteuer im Pick-up und die Wildnis fernab der Touristenpfade.