Die 10 schönsten Velotouren der Welt

Mit dem Rad erlebt man ein Land auf eine aussergewöhnliche Weise: Sei es entlang eines Strandes, durch die Wüste, auf einer Weinstrasse oder auf einer Geisterstrasse – das sind die spektakulärsten Velowege weltweit.

Die 10 schönsten Velotouren der Welt

Deutschland: Bodensee-Königssee-Radweg

Er ist rund 455 Kilometer lang und führt durch die schönsten Gebiete der bayerischen Alpen: Der Bodensee-Königssee-Radweg startet in Lindau am Bodensee und folgt dem Alpenrand durch das Allgäu bis in die Region um die Zugspitze. Ziel ist der Königssee im Berchtesgadener Land. Auf mehreren Etappen werden dabei über 3500 Höhenmeter überwunden.

Bodensee-Königsee Radweg.

Foto: © Bodensee-Koenigsee Radweg, Dietmar Denger

Österreich: Genuss-Tour in der Region Steiermark

Diese einwöchige Tour steht ganz im Zeichen der Genüsse: Auf der etwas mehr als 400 Kilometer langen Weinland-Steiermark-Radtour entdeckt man in mehreren Etappen Wein- und Obstgärten, kulinarische Spezialitäten und kulturelle Schätze. Entlang bestehender Radwege führen die Etappen durch die typischen Weinbaugebiete, vorbei an Buschenschänken sowie durch Städte wie Graz und Hartberg mit ihren Burgen und Schlössern. Die dabei aufgenommenen Kalorien kann man sich abstrampeln und in den Thermen der Steiermark lässt es sich perfekt entspannen.

Weinland Steiermark Radtour.

Foto: © Oststeiermark Tourismus

Frankreich: Voie Verte in den Ardennen

Frankreich verfügt über ein grosses Netz an «Grünen Wegen» (Voies Vertes). Einer der schönsten ist die Voie verte Trans-Ardennes, die heute auf über 130 Kilometern von Givet entlang der Maas durch die Ardennen bis nach Mouzon führt. Die Strecke verläuft abseits des Verkehrs durch traumhafte Fluss- und Naturlandschaften und lässt sich in mehreren gemütlichen Etappen zwischen Orten wie Charleville-Mézières und Givet erfahren. Den Durst löscht man unterwegs am besten mit einem lokalen Bier aus den regionalen Brauereien.

Radfahren, Voie Verte in den Ardennen.

Foto: (c) Pierre Defontaine

Liechtenstein: Fünf-Schlösser-Tour

Ein Besuch im Fürstentum Liechtenstein ohne Schlösser, das geht nicht! Auf dieser Tour radelt man in rund drei Stunden an gleich fünf Schlössern und Burgen vorbei. Ausgangspunkt ist Vaduz; von dort führt die rund 45 Kilometer lange Strecke hinüber in die Schweiz zum Schloss Werdenberg, zur Burgruine Wartau, zum Schloss Sargans und zur Burg Gutenberg in Balzers, bevor es auf komfortablen Radwegen zurück nach Vaduz geht.

Fünf Schlösser Radtour, Liechtenstein.

Foto: © Liechtenstein Marketing

Italien: Entspannt durchs Po-Tal

Die italienische Sektion des Fernradwegs EuroVelo 8 Italien verläuft vor allem durch das Po-Tal und umfasst insgesamt etwa 715 Kilometer. Sie folgt grossenteils dem Fluss Po, etwa auch in der Umgebung der Stadt Piacenza, wo Po und Trebbia zusammenfliessen. Piacenza ist mit ihrer historischen Altstadt und der vielfältigen Kulinarik ein spannender Etappenort entlang dieser Route.

Radtour auf der Po Ebene, Italien.

Foto: (c) Visit Emilia

Norwegen: Entlang den Lofoten

Die Lofoten lassen sich auf ausgewiesenen Routen als Veloreise besonders intensiv erleben. Als Teil der EuroVelo-Route 1 verläuft die National Tourist Route auf den Lofoten über die Inselgruppe in der Provinz Nordland, vorbei an verträumten Fischerdörfern, roten Holzhäusern und entlang der wilden Küstenlinie Norwegens. Wer ein waschechtes Skandinavien-Erlebnis sucht, plant seine Reise zur Zeit der Mitternachtssonne, wenn die Sonne im Sommer kaum untergeht.

Radfahren Lofoten, Norwegen.

Foto: Shutterstock

Kanada: Trans Canada Trail

Diese Strecke ist mit rund 28 000 Kilometern eine echte Herausforderung und verspricht ein ultimatives Naturerlebnis: Der Trans Canada Trail verbindet die Atlantik-, Pazifik- und Arktisküste Kanadas miteinander. Er führt durch sehr unterschiedliche Landschaften, von Wäldern über Prärien bis zu Gebirgen, und erlaubt auch Teilstrecken – etwa entlang historischer Bahntrassen wie dem Kettle Valley Rail Trail in British Columbia.

Radfahren, das Schild Trans Canada Trail.

Foto: Shutterstock

Namibia: Tour durch die Wüste

Wer an Namibia denkt, stellt sich wohl eher eine Jeep-Safari vor. Mit dem Mountainbike aber macht die Erkundung der rot leuchtenden Namib-Wüste mit ihren Dünen oder des wilden Damaralands einfach doppelt so viel Spass. In Kombination mit Safaris im Etosha-Nationalpark, einem der bekanntesten Nationalparks Namibias, bieten zahlreiche Veranstalter geführte Bike-Reisen an.

Unterwegs in Namibia.

Foto: Shutterstock

Neuseeland: Old Ghost Road

Seit 2009 wird im Rahmen von Ngā Haerenga – den New Zealand Cycle Trails – ein Netz von Radwegen über Nord- und Südinsel aufgebaut. Dazu gehört die Old Ghost Road, ein rund 85 Kilometer langer, als «advanced» eingestufter Singletrack für erfahrene Biker, der im Buller District auf der Südinsel zwischen Lyell und Seddonville verläuft. Die Route folgt einer ehemaligen Goldgräbertrasse, verbindet mehrere «Ghost towns» und lässt sich in zwei bis vier Tagen als Mehrtagestour erleben.

Neuseeland, Old Ghost Road.

Foto: Shutterstock

Bolivien: Yungas-Strasse

Camino de la Muerte – oder Todesstrasse – heisst eine der bekanntesten und einst gefährlichsten Strassen der Welt, die vom Hochgebirgspass La Cumbre hinunter in den Regenwald der Yungas führt. Auf dieser schmalen, ehemalige Hauptverbindungsstrasse zwischen La Paz und der Yungas-Region mit ihren Abgründen werden heute geführte Mountainbike-Touren angeboten, die die rund 70 Kilometer lange Abfahrt vom Hochland in den subtropischen Regenwald erlebbar machen. Velofahrer, die diese Strecke in den Anden erleben wollen, sollten sich unbedingt einem professionellen Anbieter mit Guide und Sicherheitsausrüstung anschliessen.

Bolivien, Camino de la Muerte.

Foto: Shutterstock

#Über Autor

Simone Wasserfallen

Kommunikationsexpertin mit 25 Jahren Erfahrung im Tourismus und Mitgründerin von TravelMagazin – liebt Offroad-Abenteuer im Pick-up und die Wildnis fernab der Touristenpfade.

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