Ausflugstipp Freilichtspiel «Rollibock»

Vom 19. Juli bis 17. August 2024 wird in Fiesch (Lischmatta) im Wallis das Freilichtspiel «Rollibock» aufgeführt. Der ideale Zeitpunkt für einen Besuch in der Aletsch Arena. Wir stellen fünf Aktivitäten vor, die sich ideal als Rahmenprogramm eignen.

Ausflugstipp Freilichtspiel «Rollibock»

Ein Aussehen, das einem Ziegenbock ähnelt, zwei Hörner auf dem Kopf, feurige Augen und anstatt Fell lange Eiszapfen: Der Anblick des «Rollibock» ist furchteinflössend. Der Legende nach ist er Dauerbewohner des Grossen Aletschgletschers und verlässt diesen nur, wenn ihn jemand erzürnt. Genau das tat ein Jäger aus dem Fieschertal, der rund um den Grossen Aletschgletscher wilderte und Bergkristalle stahl. Das duldete «Rollibock» nicht und versenkte den Jäger im Gletschersee. Dieser überschwemmte anschliessend das Tal und brachte Leid über die Menschen.

Der Walliser Regisseur und Filmemacher Willy-Franz Kurth hat die Sage nun basierend auf Hubert Thelers jüngstem Theaterwerk in drei Akten neu inszeniert. Dabei transportiert Kurth den Mythos «Rollibock» in die greifbare Zukunft und zeigt das Absurde der Menschheit auf. Dazu schenkt er Denkanstösse – ethische wie politische. Aufgeführt wird das Stück vom 19. Juli bis 17.August 2024 an 14 Terminen in Fiesch, Lischmatta. Dabei engagieren sich um die 100 Einheimische.

Rund um das Freilichtspiel warten in der Aletsch Arena jede Menge Aktivitäten auf die Besucher. Gut zu wissen: Bei unseren fünf Tipps braucht man sich nicht vor einem Aufeinandertreffen mit dem «Rollibock» zu fürchten.

Für Wagemutige: Über den Grossen Aletschgletscher fliegen

20 Kilometer lang ist der Grosse Aletschgletscher und damit der längste Eisstrom der Alpen. Einen aussergewöhnlichen Blick über das Herzstück der Walliser Ferienregion eröffnet sich während eines Fluges mit dem Gleitschirm oder dem Deltasegler über das Gebiet. Im Angebot stehen unter anderem Tandemflüge, so dass auch Kinder ab vier Jahren in das Abenteuer eintauchen können. Etwas Besonderes ist das Flug-Komplett Paket «Aletsch Fly Deluxe»: Nach dem spektakulären Erlebnis in der Luft wartet ein Apéro mit Walliser Spezialitäten auf die Abenteuerlustigen. Genau richtig, um den Adrenalinspiegel wieder zu normalisieren.

Gleitschirmflug in der Aletsch Arena.

Foto: Aletsch Arena

Für den freien Blick: Der Gletscher aus verschiedenen Perspektiven

Auf der Suche nach dem perfekten Blick auf den Grossen Aletschgletscher? In der Aletsch Arena gibt es dafür dank vier «View Points» gleich mehrere Optionen. Die Aussichtsplattformen befinden sich auf der Hohfluh, Moosfluh, dem Bettmerhorn und dem Eggishorn. Sie liegen zwischen 2227 bis 2869 Metern über Meer und zeigen den 20 Kilometer langen Gletscher aus verschiedenen Perspektiven. Gut zu wissen: Der Aussichtspunkt Bettmerhorn ist barrierefrei.

Viewpoint Aletsch Arena, Eggishorn.

Foto: Aletsch Arena

Für Bike-Fans: Tour zum Märjelensee

Über 100 Kilometer Bike-Routen warten in der Aletsch Arena auf die Gäste. Eine besonders schöne Tour führt von der Riederalp zum Märjelensee. Unterwegs blickt man zum Beispiel auf die andere Talseite zum mächtige Breithorn mit seinen Serpentinen, die aussehen, als hätte sie jemand in den Hang geschnitzt. Kurz vor dem einen Kilometer langen Tälligrattunnel, der zur Märjela führt, rückt rechter Hand der Fieschergletscher in den Fokus. Dieser fristet ein eher unbekanntes Dasein. Dabei muss er sich mit seinen knapp 15 Kilometern Länge keineswegs verstecken. Nach der holprigen Fahrt durch den Tunnel heisst es bei der Berghütte Gletscherstube Märjelen absteigen. Zu Fuss gelangt man in wenigen Minuten ganz nahe ans «ewige Eis». Übrigens: Vom 12. bis 14. Juli 2024 ist die Aletsch Arena zum ersten Mal Austragungsort des UCI MTB Enduro Weltcup. Zu Gast im Wallis sind dann die weltbesten Enduro-Biker*innen. www.enduro-aletsch.ch

Biken in der Aletsch Arena.

Foto: Aletsch Arena

Für Familien – und alle anderen: Neuer Pro Natura Lehrpfad

Die Aletsch Arena ist auch Heimat des Pro Natura Zentrums Aletsch auf der Riederfurka oberhalb der Riederalp. Seit diesem Sommer gibt es dort mit dem Alpengarten einen neuen Lehrpfad. Er befindet sich direkt vor der Villa Cassel und zeigt über 200 Pflanzenarten, die alle in der Aletschregion heimisch sind. Besucher erfahren auf dem Lehrpfad, wie die Pflanzen den harten Winter oder die grosse Trockenheit im Sommer überleben und wie sich der Klimawandel auf ihre Lebensbedingungen auswirkt. Der Alpengarten ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober täglich von 10.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. pronatura-aletsch.ch/alpengarten

Alpengarten in der Aletsch Arena.

Foto: Aletsch Arena

Für Schwindelfreie: Brückenwanderungen

Nicht nur 300 Kilometer präparierte und gesicherte Wanderwege sondern auch fünf Hängebrücken finden sich in der Region Aletsch-Goms. Die Hängebrücken Belalp–Riederalp, Aspi–Titter, Goms-Bridge, kleinen Massa-Brücke bei Bitsch und Bodmer-Brücke im Obergoms lassen sich bestens zu Fuss erkunden. Einzige Voraussetzung: Da und dort ist Schwindelfreiheit gefordert. So führt eine rund 4,5-stündige und 11,43 Kilometer lange mittelschwere Wanderung etwa von der Belalp zur Riederalp. Highlight dabei ist die 124 Meter lange und 80 Meter hohe Hängebrücke Belalp, auf der man die Massaschlucht überquert und dabei einen eindrucksvollen Blick auf das Gletschertor des Grossen Aletschgletschers geniesst. Wem es Übergänge in luftiger Höhe besonders angetan haben, kann die 87 Kilometer lange 6-Tages-Wanderung in Angriff nehmen, bei der man alle fünf Hängebrücken passiert.  

Hängebrücke in der Belalp-Riederalp.Foto: Aletsch Arena

 

Weitere Informationen: aletsch-kultur.ch; aletscharena.ch

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